Nationalmannschaft

Die Befreiung: Wirtz belohnt sich für «brettharte» Arbeit

Bundestrainer Klopp will Wirtz zu neuen Bestleistungen bringen.

Jürgen Klopp drückte Florian Wirtz nach seiner ersehnten Sieg-Premiere als Bundestrainer herzlich an sich. Der Offensivkünstler des FC Liverpool bejubelte beim 2:0 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch selbst eine Erlösung. Das Führungstor leitete er mit einer technisch feinen Aktion und einem Pfostentreffer ein. Und den Endstand besorgte er selbst. So wollen die deutschen Fans den Ausnahmekicker sehen – und auch Klopp.

«Ich glaube, dass in Liverpool heute alle sehr, sehr happy sind mit der Performance», sagte der Bundestrainer angesichts der Topleistung von Wirtz nach dem Erfolg in der Nations League gegen Serbien. «Ich glaube, so viele Engländer und Liverpool-Fans haben noch nie ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft geguckt. Und sie werden großen Spaß gehabt haben.»

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Wirtz: Wir sind eine gute Fußballnation

Nach der Pause und der Auswechslung von Serge Gnabry durfte der 23-jährige Wirtz sein Team auch noch mit der Kapitänsbinde am linken Oberarm dirigieren. «Es war natürlich wichtig, mal wieder zu gewinnen, auch einfach für den Spirit in der Mannschaft», sagte Wirtz: «Und es war auch so ein Zeichen nach außen, dass wir gute Fußballer und auch eine gute Fußballnation sind.»

Diesmal war das der viermalige Weltmeister Deutschland besonders dank Wirtz. In dem Stadion, in dem er bei der Heim-EM 2024 den elektrisierenden Führungstreffer beim umjubelten 5:1 gegen Schottland erzielt hatte, beeindruckte der Offensivkünstler wieder Fans und Kollegen. «Wahnsinn», sagte Bayern-Star Gnabry kurz und knapp zum Auftritt von Wirtz. 

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Der berichtete, was Klopp ihm auf den Weg mitgegeben hatte. «Dass ich wieder den Fußball spiele, den man von mir gewöhnt ist», sagte er. Gesagt, getan. «Es geht auf jeden Fall in die Richtung», sagte Wirtz aber noch etwas vorsichtig.

«Der versteht den Fußball»

Das Mittelfeld mit den Münchnern Tom Bischof, der das 1:0 erzielte, und Aleksandar Pavlovic funktionierte im Zusammenspiel mit Wirtz bestens. «Er ist ein brutaler Fußballer», sagte Bischof über Wirtz. «Der versteht den Fußball, hat so viel Ahnung.»

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Wirtz arbeitet sich nach einem schwierigen ersten Jahr beim FC Liverpool, zu dem er für rund 125 Millionen Euro im Sommer 2025 gewechselt war, langsam wieder an seine Torform heran. Klopp hatte schon in den Tagen vor dem Spiel auf die Wichtigkeit von Wirtz hingewiesen – und durfte sich bestätigt sehen. «Wir haben einen Jungen gesehen, der sprüht vor Spielfreude, was schon mal das Allerwichtigste ist, der bretthart gearbeitet hat», sagte der Bundestrainer.