Bundesliga

Historisches Debüt: Alle loben Ilicevic

Niko Ilicevic (m) ist der jüngste Bundesligaspieler der Geschichte.

Der jüngste Bundesliga-Profi der Geschichte stand mit einem breiten Grinsen vor dem Fanblock und ließ sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen feiern. Öffentlich sprechen durfte Niko Ilicevic über sein historisches Debüt mit 16 Jahren und einem Tag allerdings nicht nach dem 3:1 (1:1)-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV. 

«Wir haben eine besondere Verantwortung, die werden wir auch wahrnehmen. Fürs Erste werden wir keine Interviews oder Homestorys zulassen», beschied Frankfurts Vorstandschef Axel Hellmann. Und Eintracht-Trainer Adi Hütter bekräftigte: «Wir haben als Verein Geschichte geschrieben, sind jetzt aber gefordert, dass wir auf den Jungen aufpassen. Wir werden behutsam mit ihm umgehen.» 

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Und so redeten andere über Ilicevic. «Es ist schon krass, dass er mit 16 so gut ist und so weit im Kopf. Als er reingekommen ist, hat er sofort Power mitgebracht und fast noch ein Tor gemacht», sagte Jung-Nationalspieler Younes Ebnoutalib. Mittelfeldspieler Can Uzun, selbst erst 20 Jahre alt, bezeichnete den ersten Bundesliga-Auftritt in einem solch jungen Alter als «geisteskrank» und prophezeite: «Ich will nicht zu viel versprechen, aber da wird noch viel kommen.»

Viel Lob für den Debütanten

Ilicevic gilt als eines der größten Talente in Deutschland. Seit Sommer 2018 trägt der Neffe des früheren Bundesligaprofis Ivo Ilicevic, der unter anderem für den HSV und den 1. FC Kaiserslautern spielte, das Eintracht-Trikot. Die Frankfurter wollen den Rohdiamanten nun in Ruhe zum Juwel schleifen. «Wir tun einem 16-Jährigen keinen Gefallen, wenn wir ihn zu sehr hypen, sondern wollen ihn Schritt für Schritt entwickeln», sagte Hellmann. 

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Über das außergewöhnliche Talent des Mittelfeldspielers müsse man nicht groß reden. «Das haben wir schon seit Wochen im Training gesehen, das kennt jeder. Wir freuen uns, dass es uns mal wieder gelungen ist, jemanden aus dem Nachwuchsleistungszentrum in den Profi-Kader zu integrieren. Das ist immer ein gutes Zeichen», erklärte der Vorstandsboss zur Personalie Ilicevic. 

Der Youngster hinterließ bei seinem Kurzeinsatz gegen den HSV einen guten Eindruck und erhielt dafür die Anerkennung vom Trainer. «Was er in den fünf, sechs Minuten gezeigt hat, war schon atemberaubend und mehr, als man erwarten konnte», befand Hütter und lobte: «Wir haben jeden Tag Spaß und Freude mit ihm.»

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