2. Bundesliga

Keine Fan-Gespräche: Hertha fordert Respekt für Reese

Für Fabian Reese wird das Zweitliga-Topspiel bei seinem Ex-Verein Hertha BSC besonders emotional. (Archivbild)

Hertha BSC wirbt vor der brisanten Rückkehr seines früheren Publikumslieblings Fabian Reese um Respekt, plant aber keinen gesonderten Austausch mit den eigenen Fans. «Fabian Reese hat sich über drei Jahre hinweg stets in den Dienst unseres Vereins gestellt und sich diese Form der Reaktionen aus unserer Sicht nicht verdient», teilte der Berliner Fußball-Zweitligist auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zwar habe der Verein Verständnis dafür, dass ein Wechsel «Enttäuschung und Emotionen auslösen kann». Zugleich betonte Hertha vor dem Topspiel des Berliner Tabellenführers gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (20.30 Uhr/Sky): «Wir wünschen uns, dass Fabian bei seiner Rückkehr den Respekt erfährt, den er sich bei uns erarbeitet hat.»

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Anfeindungen und Pfiffe 

Auf besondere Maßnahmen vor dem Wiedersehen verzichtet der Club. «Einen gesonderten Austausch mit den Fans oder die Vereinbarung eines ‘Verhaltenskodexes’ im Vorfeld der Partie planen wir nicht», hieß es. Geschäftsführer Peter Görlich habe sich bereits mehrfach deutlich positioniert. «An unserer Haltung hat sich nichts geändert», stellte der Club klar.

Reese war im Sommer nach drei Jahren bei Hertha zum Zweitliga-Rivalen VfL Wolfsburg gewechselt. Der 28-Jährige war das Gesicht des Berliner Vereins. Viele Hertha-Fans empfanden den Wechsel daher als Vertrauensbruch. Seit seinem Transfer wird Reese in den sozialen Medien angefeindet und auf dem Feld regelmäßig ausgepfiffen. 

Wer trieb den Reese-Wechsel voran?

In einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» hatte Reese im Sommer angedeutet, dass Hertha mit einem Verkaufswunsch an ihn herangetreten sei. «Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen.» Geschäftsführer Peter Görlich widersprach dieser Darstellung später allerdings und betonte, die Initiative sei nicht vom Verein ausgegangen.

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