Der kleine FC Macclesfield hat für eine der größten Überraschungen in der Geschichte des traditionsreichen FA Cup gesorgt. Der Fußball-Sechstligist gewann am Mittag in der dritten Runde mit 2:1 (1:0) gegen Titelverteidiger Crystal Palace mit dem früheren Bundesliga-Trainer Oliver Glasner. Wie die BBC vorrechnete, trennen beide Clubs im englischen Ligensystem 117 Plätze – einen solchen Außenseitersieg gab es der Sendeanstalt zufolge noch nie.

Paul Dawson brachte den Amateurclub bereits in der ersten Halbzeit in der 42. Minute in Führung, Isaac Buckley-Ricketts (60.) erhöhte. Der Anschlusstreffer für den Premier-League-Verein durch Yeremy Pino (90.) kam zu spät.

«Magisches Macclesfield»

Der Österreicher Glasner, der in Deutschland beim VfL Wolfsburg und bei Eintracht Frankfurt gearbeitet hatte, hatte mit dem Sieg im FA-Cup-Finale im Mai gegen Manchester City einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. Die Eintracht hatte er 2022 zum Europa-League-Sieg geführt. Jetzt ist der Traum auf einen weiteren Pokaltitel vorzeitig geplatzt.

Macclesfield habe sich «in die Geschichtsbücher des FA Cup» geschrieben – mit einem «der größten Außenseitersiege aller Zeiten», schrieb die britische Zeitung «Guardian». Die Nachrichtenagentur PA schrieb: «Magisches Macclesfield».