Schiedsrichter

Schiedsrichter-Chef: Diese Unsitte der WM unterbinden wir

Kircher spricht über die WM und die Bundesliga. (Archivbild)

Schiedsrichter-Chef Knut Kircher will tumultartige Szenen und Beschwerden ganzer Teams wie bei der WM im deutschen Fußball weiter konsequent ahnden. «Der Kapitänsdialog ist und bleibt uns absolut wichtig. Deshalb haben wir da ganz bewusst noch ein Stück mehr Konsequenz walten lassen, auch weil die Bilder von der WM nicht einfach so stehen bleiben sollten, wo plötzlich wieder ganze Mannschaften die Schiedsrichter bedrängt haben», sagte Kircher dem «Kicker».

Trainer schätzen Kapitänsregel

Die zur EM 2024 eingeführte Regel galt bei der WM nicht. Die Folge waren zahlreiche Diskussionen, unter anderem auch beim Endspiel zwischen dem neuen Weltmeister Spanien und Argentinien. «Das wollen wir nicht, und das wollen ausdrücklich auch die Trainer und Klubverantwortlichen nicht. Die Gelben Karten, die es bei Missachtung des Kapitänsdialogs gibt, werden von ihnen absolut goutiert», sagte Kircher weiter. Dies strahle bis in den Amateurbereich ab.

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Der 57 Jahre alte Ex-Schiedsrichter sprach von einem «Wertbeitrag» für den gesamten Fußball. Bei den Unparteiischen sieht Kircher einen guten Bundesliga-Saisonstart. «Natürlich freut mich das, insbesondere für die Schiedsrichter. Und es bestätigt, dass der neue Kurs, den wir in dieser Saison eingeschlagen haben, Akzeptanz findet», sagte Kircher.

Die neue Linie beinhaltet unter anderem eine modifizierte Eingriffsschwelle für den Video Assistant Referee (VAR). So soll der Videoschiedsrichter seit dieser Saison nur eingreifen, wenn eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung als solche erkennbar ist. «Diese Linie verfolgen wir mit absoluter Überzeugung, sie wird bis dato akzeptiert und auch gut von den Aktiven umgesetzt», sagte Kircher.

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