Für Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen rückt eine Teilnahme an der Fußball-WM im Sommer in weite Ferne. Er werde aufgrund seiner Operation «mehrere Monate» ausfallen, teilte der 33-Jährige auf Instagram mit. «Ich bin ein positiver Mensch. Ich hatte schon immer diese Einstellung und habe sie bei jeder Herausforderung, der ich mich stellen musste, beibehalten, aber diese Herausforderung ist besonders schwer für mich.» Ter Stegen hatte sich bei seinem neuen Club FC Girona eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wird am Freitag operiert.
Damit dürfte es schwer für ihn werden, bei der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) dabei zu sein. Die ersten Länderspiele in diesem Jahr verpasst der Torhüter definitiv. Trainer Julian Nagelsmann versammelt sein erstes Aufgebot 2026 am 23. März im Stammquartier in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf die Test-Länderspiele in der Schweiz und gegen Ghana.
«Letztes Wochenende passierte das Schlimmste»
«Letztes Wochenende passierte das Schlimmste: Ich habe mich während des Spiels verletzt», schrieb ter Stegen. Mit viel «Zuneigung und Herzlichkeit» sei er in Girona empfangen worden. «Ich wollte unbedingt Teil des Teams sein und dazu beitragen, unser gemeinsames Ziel zu erreichen.» Nun habe sich seine Rolle zwar «komplett geändert», das Team wolle er aber weiter unterstützen. «Ich werde zurückkommen», kündigte ter Stegen zudem an.
Der 44-malige Nationalspieler war erst im Januar vom FC Barcelona an den FC Girona ausgeliehen worden, um dort die für eine WM-Teilnahme notwendige und von Bundestrainer Nagelsmann geforderte Spielpraxis zu sammeln. Für seinen neuen Verein, der in der Primera División gegen den Abstieg kämpft, bestritt er nur zwei Spiele.
Nagelsmann hatte sich schon am Dienstag zur Verletzung geäußert: «Marc war gerade wieder zurück und auf einem richtig guten Weg, wir haben uns sehr auf seine Rückkehr in die Nationalmannschaft gefreut. Jetzt müssen wir weiter auf ihn verzichten – aber für Marc persönlich ist dieser Rückschlag natürlich noch viel härter.» Im Moment zähle für den Torwart nur, in Ruhe gesund zu werden. «Wir stehen alle hinter ihm.»
